Montag, 14. Januar 2008

Ausflug ins Thermalbad

Gestern haben wir einen richtig schönen Tag verbracht. Wir fuhren vormittags mit Christiane und Alfred los Richtung Garcia zu den Thermalquellen von San Joaquin. Die liegen ca. 80 km von Monterrey entfernt und es gibt dort ein öffentliches Bad und ein Hotel. Die Strecke führt durch eine relativ karge, aber interessante Landschaft mit winzigen und teilweise sehr erbärmlichen Dörfern. Wir haben uns mehr als einmal gefragt, wovon die Menschen dort eigentlich leben.




Weil wir auch ein Stück an der Bahn entlang fuhren, mussten wir natürlich auch da einen Fotostopp einlegen. Nachdem Peter ein paar Fotos von den Gleisen gemacht hatte, fuhren wir wieder weiter. Und wie es der Zufall so will, kam doch grade dann der Zug vorbei als wir uns schon wieder ein gutes Stück entfernt hatten. Armer Peter - er hat sich so geärgert, dass er keine Fotos mehr von dem Zug machen konnte. Christiane und ich haben nur gegrinst.
Nach weiteren Zwischenstopps kamen wir mittags bei dem Hotel an. Da wir Hunger hatten, sind wir zuerst ins Restaurant. Dort war nicht viel los und wir sind als Fremde natürlich sofort aufgefallen, sodass nach ein paar Minuten der Geschäftsführer kam und sich nach unseren Wünschen erkundigte. Zuerst mal wollten wir ja essen und als wir im sagten, das wir uns auch über das Hotel informieren wollten, bot er uns nach dem Mittag eine Führung durch die ganze Anlage an.


Das Hotel besteht erst seit sechs Monaten und ist ganz schön, wenn auch ein bisschen teuer. Aber ein Wochenende ist schon mal drin. Am besten ist das Thermalbad mit seinem 42 Grad heißen schwefelhaltigen Wasser. Außerdem gibt es noch ein Schwimmbad mit Fitnessraum und die Zimmer sind auch sehr schön. Nach der Führung sind wir dann rüber zum öffentlichen Bad und haben uns eine Stunde Erholung gegönnt.






Danach haben wir uns auf den Rückweg gemacht, wobei wir die andere Strecke vorbei an einer alten Mission und über Mina gewählt haben. Die Mission besteht nur noch aus verfallenen Gebäuden, ist aber einen Fotostopp wert. Vor allem, weil wir gestern so ein tolles sonniges und klares Wetter hatten.
Als wir dann gegen Abend wieder in Monterrey ankamen, waren wir doch alle ganz schön geschafft von dem Aufenthalt in dem Thermalbad.

Freitag, 11. Januar 2008

Nach langem Heimaturlaub wieder zurück

Jetzt sind Peter und ich seit fast einer Woche wieder hier in Monterrey und es ist schon wieder genauso als wären wir nie weg gewesen. Peter war sowieso nur knapp zwei Wochen in Amberg, aber bei mir waren es fünf Wochen, die doch unglaublich schnell vorbei waren.
Allerdings habe ich die Weihnachtszeit zu Hause sehr genossen, auch wenn man nach einem halben Jahr Abwesenheit einiges zu tun hat. Den Weihnachtsmarkt besuchen, Glühwein trinken und richtig gute Bratwurstsemmeln essen - das gibt es hier in Mexiko nun mal nicht. Und vor allem jeden Tag mit den Kindern und mit Freundinnen reden und sie auch sehen können, das fehlt hier natürlich auch. Zum Glück gibt es aber auch in dieser Stadt eine ganze Menge nette Leute, die wir kennen und mit denen man sich trifft oder etwas unternimmt.
Nur das doch relativ schlechte Wetter bei uns würde ich gern gegen das von hier eintauschen. Auch die Tage sind nicht so kurz wie bei uns, was sehr angenehm ist.
Nun hat uns der Alltag auch hier in Monterrey wieder eingeholt und die Zeit fliegt nur so dahin. Darum dauert es eigentlich gar nicht so lange, bis wir uns alle im Sommer in Amberg wieder sehen.

Sonntag, 11. November 2007

Eine Woche Urlaub in Baja California



Ursprünglich wollten Peter und ich in diesem Herbst runter an die Riviera Maya fliegen, aber nachdem Sandra im Juli so von ihrem Urlaub in La Paz geschwärmt hat, haben wir auch mit Eberhard Kontakt aufgenommen und das gleiche Ferienhaus gebucht. Flüge und Leihwagen waren dann auch schnell organisiert und so sind wir am 27. Oktober nach La Paz geflogen. Die Anlage sah im Internet ganz schön aus und das ist sie eigentlich auch, nur die Häuser sind halt doch schon ein bisschen abgewohnt und das Bad wäre dringend renovierungsbedürftig. Aber wir als alte Camper sind zum Glück nicht so empfindlich und ein bisschen Putzen hat schon viel geholfen. So haben wir den Sonntag damit verbracht, La Paz und die Einkaufsmöglichkeiten zu erkunden. Sehr schön ist der Malecón, die Uferpromenade von La Paz. Gut gefallen hat uns auch, dass es noch wenige Touristen dorthin zieht und dadurch auch die Preise nicht so überteuert sind wie z.B. unten an den Cabos.

Nach den ersten beiden ruhigen Tagen sind wir am Dienstag zu einer Schnorchel-Tour gestartet. Das war ein wunderschöner Tag: das Meer ist auch jetzt im November noch wunderbar warm und das Wasser ganz klar. Das Ziel der Tour war die Insel Espiritu Santo mit ihren Seehundfelsen. Es war schon ein tolles Erlebnis, als die Tiere zwischen uns umherschwammen. Nur in die Nähe der großen Bullen sollte man sich nicht wagen. Da Peter kein ausgesprochener Strandtyp ist, haben wir mit dem Leihwagen einige Fahrten über Land gemacht. Viele Teerstraßen gibt es nicht, der Rest ist dann alles Sandpiste. Am Mittwoch sind wir nach El Triunfo gefahren, eine ehemalige Siedlung von Minenarbeitern, die heute ein hübsches Dorf ist. Wenn man allerdings aus Richtung La Ventana kommt, so wie wir, dann muss man nach einigen Kilometern wunderbarer neuer Straße, einigen weiteren Kilometern Sandpiste dann nach unten ins Flussbett fahren. Vor einigen Wochen haben starke Regenfälle den Weg oben weggeschwemmt. Zum Glück kam ein Ranchero mit seinem klapprigen Pickup daher und dem sind wir gefolgt. Wir hätten sonst mit Sicherheit die Auffahrt zum eigentlichen Weg verpasst und wer weiß, wo wir dann gelandet wären. Hinweisschilder sind wie so oft in Mexiko nämlich Mangelware. Guter Orientierungssinn ist hier wirklich gefragt. In El Triunfo befindet sich - quasi am Ende der Welt - ein kleines Musikmuseum. Ein etwas schrulliger älterer Herr hat uns die Geschichte fast jeden Pianos erzählt und zum Schluss noch ein paar Stücke auf einem Piano für uns gespielt. Auf dem Heimweg haben wir dann noch einen Kakteenwald besichtigt. Das war auch sehr interessant, vor allem weil diese Kakteen dort riesengroß sind, fast wie Bäume.




Den Tag darauf waren wir an der Playa Baldandra, die wunderschön gelegen ist. Normalerweise ist es dort auch sehr ruhig, zur Zeit wird aber eine Filmkulisse errichtet. Da die Bucht sehr seicht ist, ist hier das Wasser noch besonders warm und trotzdem total klar.






Am Freitag habe ich Peter überreden können, doch nach Los Cabos zu fahren. Obwohl Eberhard davon abgeraten hatte, wollte ich mir die Orte wenigstens mal anschauen. Zumindest die Fahrt dorthin führte durch eine schöne Landschaft, denn Cabo San Lucas ist wirklich absolut hässlich. Es wird wild gebaut und was einmal vermutlich ein nettes Fischerdorf war, ist jetzt die absolute Touristenfalle. Die Preise sind astronomisch hoch - sie übertreffen sogar noch Monterrey, und durch die vielen reichen amerikanischen Touristen sind die Händler ziemlich aufdringlich geworden. So haben wir uns nur die Marina angeschaut, ein paar Fotos gemacht und sind ganz schnell wieder verschwunden. Definitiv kein Urlaubsort für uns! Am Samstag haben wir dann noch ein bisschen die Gegend oberhalb von La Paz erkundet und haben den Urlaub gemütlich ausklingen lassen.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Ein Nachmittag im Reitclub La Silla


Zur Zeit findet im Club Hipico La Silla hier in Monterrey ein Springturnier statt. Am letzten Samstag sind wir mit Alejandra und Jason rausgefahren, um uns eine Veranstaltung anzuschauen. Zum Glück sind die beiden vor uns hergefahren, denn alleine hätten wir den Platz nicht so leicht gefunden. Dieser Reitclub liegt ein wenig versteckt, aber in einer wunderschönen Landschaft. Die Anlage ist sehr weitläufig und die Angestellten fahren sogar mit Golf-Carts durch das Gelände.


Wir haben bei diesem Durchgang einige gute Reiter gesehen (glaube ich zumindest) - Alejandra hat uns ein bisschen was erklärt, aber es haben doch die fachkundigen Erläuterungen von Claudia gefehlt. Für Peter und mich war es aber trotzdem sehr interessant, auch wenn wir uns nicht so gut in diesem Sport auskennen.
Zwei spektakuläre Stürze bekamen wir dann auch noch zu sehen, wobei den Reitern zum Glück nichts passiert ist, aber ein Pferd sich wohl an einer Vorderhand verletzt hat.
Da das Wetter herrlich war und die restliche Familie Zamorra auch noch nachkam, hatten wir einem sehr schönen und lustigen Nachmittag.
Einige Bilder sind doch ganz gut geworden und die schönsten lasse ich in Deutschland wieder als Abzüge fürs Fotoalbum machen.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Noch mehr vom Forum in Monterrey

Seit Beginn des Forums waren Peter und ich schon ein paar Mal dort und haben uns verschiedene Veranstaltungen angesehen. Was hier alles geboten wird, ist kaum zu beschreiben. Man muss auch öfter hingehen, denn jede Woche gibt es ein neues Programm und vieles ist zudem gratis, sodass man auch ganz spontan dazu entschließen kann.

Wie z.B. gestern abend, als Peter und ich einen Bummel durch das Gelände gemacht haben und dann bei einem Konzert einer mexikanischen Marimbo-Gruppe hängengeblieben sind. Die Musik war sehr gut und vor allem die Marimbo-Spieler haben uns begeistert.






Jeden Abend findet auch am alten Hochofen 3 ein großes Spektakel mit Musik, Lichtshow und einer großen Marionette statt. Das kann man mit einfachen Worten auch nicht beschreiben - man muss es gesehen haben. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich das anzuschauen. Was hier auf die Beine gestellt wurde, ist unglaublich.















Letztes Wochenende haben wir eine Ausstellung über ägyptischen und mexikanischen Götterkult besucht. Wir waren von der Aufmachung und den vielen Exponaten aus Ägypten und Mexiko begeistert.
Zudem hatten wir das Glück, über 2 1/2 Stunden Erläuterungen in Deutsch zu hören.

Eine der Führerinnen ist eine Deutsche, die schon viele Jahre hier in Mexiko lebt. Aber selbst nach dieser Zeit haben wir nur einen Teil gesehen und wir werden uns das alles mit Sicherheit noch einmal ansehen.
Schade ist nur, das unsere Kinder dieses Jahr schon zu Besuch waren. Wenn wir gewusst hätten, wie toll dieses Forum wird, hätten wir die Termine sicherlich anders gelegt.
Leider waren die Informationen vorher etwas dürftig und zum Teil haben wir sicher auch nicht alles verstanden. Aber wir haben noch jede Menge Bilder, die wir zeigen können und der Park und der Paseo bleiben ja auch nach dem Forum noch erhalten.

Freitag, 5. Oktober 2007

Wochenende am Golf von Mexiko

Letzte Woche beschlossen einige von uns ganz spontan, am Wochenende einen Trip zum Golf von Mexiko zu unternehmen. Da die Gegend um La Pesca (ca. 450 km von Monterrey) noch nicht touristisch erschlossen ist, sind wir am Samstag morgens um 8.00 Uhr mit jeder Menge Proviant im Auto losgefahren. Wir waren mit vier Autos und insgesamt 13 Leuten unterwegs. Die Fahrt verlief problemlos und dauerte trotz zwei kleiner Pausen nur fünf Stunden. Das ist eine gute Zeit, wenn man dabei bedenkt, dass die Überlandstraßen in Mexiko nicht unbedingt mit gut ausgebauten Autobahnen in Mitteleuropa zu vergleichen sind.




Nachdem wir unsere Hotelzimmer bezogen hatten, sind wir gleich alle an den Strand gefahren. Peter und ich mussten allerdings weiter oben parken. Wir hatten uns mit dem Pointer im Sand festgefahren und nur mit viel Anschieben kam das Auto wieder frei.






















Für den Abend hatten wir geplant zu grillen. Nachdem Alfred und Lutz den Fisch besorgt hatenn und Peter für ausreichend Glut im Grill gesorgt hatte, konnte es losgehen. Bier und Tequila hatten wir natürlich auch mitgebracht und so wurde es ein ganz lustiger Abend. Allerdings hätten wir mit dem Essen eine ganze Kompanie versorgen können.














Am Sonntagmorgen sind Peter, Alfred, Niklas und Yasmin noch zum Fischen rausgefahren. Leider war die Ausbeute nicht besonders groß. Der Rest von uns hat den Vormittag entweder am Pool oder am Strand verbracht.
Am frühen Nachmittag sind wir dann wieder zurück nach Monterrey gefahren.

Donnerstag, 27. September 2007

Neue Attraktion in Monterrey

Seit einer Woche findet hier in Monterrey das "Forum 2007" statt. Anfangs konnte ich mir darunter nichts vorstellen und habe auch in den Nachrichten nicht so recht verstanden, worum es dabei geht. Jetzt gibt es aber Pläne und auch im Internet ist das Programm veröffentlicht. In der Dauer von 80 Tagen finden diverse Ausstellungen, Diskussionen, Konzerte und Theater an verschiedenen Orten im Zentrum statt.

Ein zentraler Platz ist der "Parque Fundidora", ein ehemaliges Stahlwerk, wo man einen Teil der alten Gebäude nutzt und aus dem ganzen Gelände einen großen Park für die ganze Familie geschaffen hat. Peter und ich haben dabei sofort an die Maxhütte in Sulzbach gedacht. Die liegt ja nun auch brach und vielleicht könnte man sich hier ein paar Anregungen für eine weitere Nutzung holen.

Außerdem beginnt oder endet (je nach Richtung) im Parque Fundidora auch der "Paseo Santa Lucia". Das ist ein künstlich angelegter Kanal vom Zentrum bis zum Park, wo man spazieren gehen oder auch mit Booten fahren kann.


Letzten Sonntag haben wir mit Christiane und Alfred eine erste Erkundungstour unternommen und festgestellt, dass wir wohl noch mehrere Sonntage brauchen, um wirklich alles zu sehen.


Insgesamt ist der Park und der Paseo eine Bereicherung für die Stadt - uns gefällt es jedenfalls sehr gut.