Sonntag, 8. April 2007

Fahrt zum Kupfercanyon

Nun hat unsere Reise doch geklappt - wenn auch immer noch mit einigen Unannehmlichkeiten, denn die Transporte in Chihuahua vom Flughafen zum Hotel und vom Hotel zum Bahnhof mussten wir plötzlich auch selbst zahlen. Das war zwar ärgerlich, aber die Reise an sich war sehr schön und wirklich ein tolles Erlebnis.
Am Dienstag sind wir morgens nach Chihuahua geflogen und nachdem wir im Hotel eingeckeckt hatten sind wir losgezogen, um die Stadt zu erkunden (die versprochene Stadtführung gab es nämlich auch nicht) und einen Happen zu essen. Allerdings ist Chihuahua nicht wirklich eine schöne Stadt. Aber Schuhe kann man da günstig kaufen. Soviele Schuhgeschäfte in einer Fußgängerzone habe ich noch nie gesehen.
Am nächsten Tag mussten wir dann schon um 5.00 Uhr zum Bahnhof, denn um 6.00 Uhr fuhr der Zug Richtung Creel ab. So eine Fahrt in einem mexikanischen Touristenzug ist schon ein Erlebnis. Man hatte manchmal den Eindruck, der Zug springt gleich aus den Schienen. Vor allem der Gang zur Toilette gestaltete sich recht schwierig, weil der Zug so hin und her geschaukelt hat, aber das hat auch für jede Menge Heiterkeit gesorgt.






Hier haben wir uns gegenseitig fotografiert.






Nachdem wir gegen Mittag dann in Creel angekommen waren, haben wir unseren Kram im Hotel abgestellt, einen ersten Stadtbummel unternommen und danach wurden wir mit einem geländegängigen Fahrzeug zu verschiedenen Plätzen gefahren, z.B. ein Wasserfall und mehrere Orte, in denen die Tarahumara-Indianer wohnen.











Teilweise wohnen die Indianer in Höhlen, wie man hier sehen kann.



Am Donnerstag fuhren wir mit dem Zug weiter nach Posada Barrancas. Dort waren wir in einem urigen Hotel untergebracht und nachdem wir unsere Zimmer bzw. Hütten bezogen hatten, haben wir eine kleine Wanderung am Rand des Canyons gemacht und die Aussicht bewundert. Die Landschaft hat uns sehr beeindruckt.



Die Aussicht auf den Canyon hinter unserem Hotel.










Am Freitagvormittag haben wir nicht an dem gemeinschaftlichen Ausflug teilgenommen sondern haben einen Rundflug über und durch den Canyon mit einem Hubschrauber gemacht. Dabei haben wir noch einiges Interessantes zu sehen bekommen.
Am frühen Nachmittag ging es dann zurück mit dem Zug nach Chihuahua. Auf der Fahrt hatten wir eine Menge Spaß mit Claudia und Andreas - wegen seinen Witzen habe ich Tränen gelacht. So verging aber die Zeit bis zu unserer Ankunft gegen 21.00 Uhr recht schnell.
Da unser Rückflug erst am Samstagnachmittag gebucht war, haben wir den Vormittag mit Einkaufen verbracht. Zum Glück hatten wir zwei Koffer dabei, sonst hätten wir unsere ganzen Neuerwerbungen gar nicht untergebracht. Und damit war dann unsere fünftägige Tour zum Kupfercanyon, die uns trotz einiger kleiner Überraschungen sehr gut gefallen hat, beendet.
Fazit ist: Der "Barrancas del Cobre" ist auf jeden Fall eine Reise wert und wir werden uns sicherlich auch noch bei Gelegenheit die andere Hälfte von Los Mochis aus anschauen.




















Donnerstag, 29. März 2007

Reise mit Hindernissen

Vor gut drei Wochen haben Peter und ich eine Reise zum Barranco del Cobre gebucht: mit Flug, Zugfahrt durch den Canyon, Hotels usw. Am nächsten Dienstag soll es losgehen und bis Samstag dauern. Wir freuen uns beide schon sehr darauf und Peter braucht nach dem Stress in der Arbeit in der letzten Zeit auch mal ein paar Tage Abwechslung.
Aber Unvorhergesehenes passiert halt immer wieder! Vor zwei Tagen, als Claudia und ich vom Reiten kamen und ich sie nach Hause gefahren habe, erzählte sie mir im Auto, dass sie morgens in den Nachrichten gesehen hätte, das eine Airline anscheinend zahlungsunfähig ist und alle Flüge gestrichen seien. Der Name sei Aerolinea Azteka. Toll, sagte ich, das ist ja genau die Linie, mit der wir fliegen sollten.
Wir sind sofort zum Reisebüro gefahren und haben nachgefragt. Dort wusste man schon Bescheid und die nette Dame war auch schon dabei, nach neuen Flügen zu suchen. Das mit dem Geld wäre auch nicht so schlimm, wir müssten wahrscheinlich nur etwas draufzahlen - je nachdem bei welcher Fluglinie wir einen Flug bekommen würden. Am nächsten Tag wüsste sie mehr.
So war es dann auch: wir haben neue Flüge mit Aeromexico und mussten 2000 Peso zusätzlich bezahlen. Aber immer noch besser, als wenn das ganze Geld weg wäre.
Außerdem machen Claudia und Andreas die Reise jetzt mit. Claudia hatte nämlich spontan gefragt, ob es möglich wäre, zwei weitere Plätze zu bekommen. Das hat auch noch geklappt und so sind wir nächste Woche dann zu viert.
Hoffentlich gibt´s nicht noch mehr Überraschungen - es sind noch fünf Tage!

Dienstag, 20. März 2007

Grillfeste haben es in sich

Am Sonntag fand bei Elsner´s im Garten ein Grillfest statt. Es war eine große Runde mit 20 Erwachsenen und 11 Kindern.
Es fing auch alles gut an: Christian und Peter haben toll gegrillt, wir hatten jede Menge Salate und Heidi hatte phantastische Margaritas gemixt. Natürlich gab es auch Tequila!! Dem haben am meisten die Herren der Schöpfung zugesprochen, was dann nach nicht allzu langer Zeit bei einigen der Männer zu Ausfällen führte. Leider war Peter auch dabei und ich musste meinen "Göttergatten" schon um halb neun abends nach Hause fahren und ins Bett bringen.
Den Rest des Abends haben ich dann vor dem Fernseher verbracht.
Glücklicherweise war am Montag hier ein Feiertag und alle hatten Zeit, sich zu erholen. Als wir dann am Vormittag bei Heidi und Christian zum Aufräumen waren, stellte sich heraus, dass es doch einigen anderen genauso ergangen war.
Und für Freitag haben die Männer einen Herrenabend geplant - na dann "Prost"!!!


Hier waren alle noch ansprechbar...
















und auch die Damen hatten ihren Spaß.









Dienstag, 6. März 2007

Neues von der Ranch

Mala suerte (Unglück) für Norma, die Seele der Ranch:
Am letzten Donnerstag wollte sie im Büro ein Bild aufhängen und ist so unglücklich vom Stuhl gerutscht, dass sie sich unterhalb des rechten Knies einen dreifachen Bruch zugezogen hat. Noch am selben Abend wurde sie operiert und fällt jetzt für mindestens drei Monate aus. Am schlimmsten werden für sie die kommenden vier Wochen sein, denn sie darf das Bein überhaupt nicht bewegen und es muss auch immer gestreckt bleiben. Ganz schlimm für Norma, die doch ein sehr aktiver Mensch ist.
Für Alejandra wird es auch eine anstrengende Zeit, da sie ihre Mutter bei sich zu Hause pflegt und im Moment auch noch alle Reitstunden und die Arbeit auf der Ranch koordinieren muss. Im Augenblick ist nämlich die halbe Familie auf Reisen und erst Ende der Woche wieder vollzählig.
Trotzdem hatten Peter und ich am Samstag wie gewohnt unsere Reitstunden und Alejandra macht das wirklich sehr gut. Peter durfte am Ende dann sogar das Pferd für ein paar Runden selber "lenken". Im ersten Moment wirkte er sehr überrascht, aber dann hat es ihm ganz gut gefallen. Schade nur, dass ich dieses Mal keinen Foto dabei hatte. Nächsten Samstag nehme ich ihn ganz sicher wieder mit, denn man weiß ja nie, was alles passieren kann.
Jetzt wünschen wir Norma erstmal eine gute und schnelle Heilung und haben Alejandra und ihr auch unsere Hilfe angeboten - nichts ist schlimmer, als plötzlich wochenlang nur rumsitzen zu können. Ich kann das nachfühlen, denn mir ging es schon mal ähnlich.

Montag, 26. Februar 2007

Ausflug in den Bioparque Estrella

Da es gestern nicht so heiß war sind Peter und ich gegen Mittag Richtung Montemorelos zum Bioparque Estrella gefahren. Das ist ein Safaripark mit freilaufen Tieren, den man entweder mit einem offenen Bus oder mit dem eigenen Auto durchqueren kann. Dort gibt es zwar keine Löwen oder andere Raubtiere, aber jede Menge Hirsche, Antilopen, Dromedare, Strauße usw. Es ist auch ohne gefährliche Tiere ein tolles Erlebnis und vor allem für Kinder lustig, wenn Dromedare oder Strauße versuchen, an das Futter zu kommen, das man sich vorher am Kiosk kaufen kann. Da gibt es dann viel Gekreische und Gelächter und manchmal gelingt es einem Strauß auch, einen Futterbecher gleich ganz zu ergattern.
Nachdem die Fahrt vorbei war und wir noch den Rest der Anlage angeschaut hatten, beschlossen Peter und ich, noch eine Fahrt durch das Gebirge zu unternehmen. Wir dachten, wir könnten über einen Umweg nach Monterrey zurückfahren. Da wir aber nach ca. einer Stunde Fahrt immer noch nicht wussten, wo wir eigentlich rauskommen würden und die Straße auch in keiner Karte verzeichnet ist, sind wir dann doch lieber umgekehrt.
Aber das Bergpanoramo dort ist wirklich wunderschön und demnächst werden wir, ausgerüstet mit genügend Essen und Trinken, uns gleich in der Früh auf den Weg machen und die Strecke erkunden. Vielleicht sollten wir dann auch einen Kompass mitnehmen - nur für alle Fälle!










Wildtierfütterung im Vorbeifahren




























Ein Blick zurück.




Ein Teil der Sierra Madre Oriental.

Montag, 12. Februar 2007

Grillfest auf der Ranch

Letzten Samstag fand auf der Ranch ein großes Grillfest statt. Alle Deutschen, die zur Zeit reiten lernen, waren eingeladen, mit der ganzen Familie zu feiern. Es war ein sehr lustiger Nachmittag (obwohl das Wetter nicht so ganz mitspielte und es sehr neblig und kühl war) mit jeder Menge Essen und natürlich auch reichlich Alkohol: von Bier über Jägermeister bis zu Tequila war alles vertreten. Das meiste davon wurde dann tatsächlich gnadenlos vernichtet.
Bei den Mexikanern kamen die deutschen Bratwürste sehr gut an, die Cora und Linda beigesteuert hatten, und wir waren begeistert, von der mexikanischen Art zu grillen. Als wir dann gegen 18.00 Uhr alle pappsatt und durchgefroren aufbrechen wollten, haben Roger und Linda noch zu sich eingeladen. Da waren wir dann den Rest des Abends und hatten noch jede Menge Spaß.








Eine große gemütliche Runde - leider hatte es nur 15 Grad.











Flavio (am Grill) hat uns mit leckeren Steaks und Gemüse versorgt.
Ernesto und der Jägermeister, die zwei gehören zusammen.

Dienstag, 6. Februar 2007

Wir lernen reiten

"Jetzt sind sie komplett durchgedreht und das in dem Alter!", werden sich manche unserer Freunde denken, wenn sie das hier lesen.
Peter und ich nehmen seit zwei Wochen Reitunterricht und es macht uns viel Spaß, obwohl der Muskelkater hinterher nicht von schlechten Eltern ist. Ich glaube, wir stellen uns dabei gar nicht so blöd an. Bis jetzt sind wir jedenfalls noch nicht runtergefallen. Nun ja, mal sehen, was die nächsten Stunden bringen. Das Pferd war bis jetzt sehr geduldig mit uns.
Draußen auf der Ranch lernt man eine ganze Menge netter Leute kennen und wir können hoffentlich unser Spanisch verbessern. Vor allem die Familie, der die Ranch gehört, ist wirklich sehr freundlich. Die Lage ist auch toll - etwas oberhalb der Stadt mit schönem Ausblick und nur ca. 10 min. von unserer Wohnung entfernt. Was hauptsächlich für Kinder schön ist, es gibt dort noch jede Menge anderer Tiere, z.B Meerschweinchen, Kaninchen (was meine Lieblingstiere sind), Enten und Ziegen. Fast schon ein kleiner Zoo.






Alejandra und Norma erklären mir die ersten Übungen.









Peter macht sich mit dem Pferd vertraut.












Die Pferdeställe